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Weaning - was ist das?

Weaning - so nennt man die schrittweise Entwöhnung von der Beatmung sowie das Entfernen der Trachealkanüle.

In der Beatmungstherapie bezieht sich "Weaning" auf den Prozess des schrittweisen Entwöhnens eines Patienten von einer mechanischen Beatmung. Das Ziel des Weanings ist es, den Patienten wieder in die Lage zu versetzen, selbstständig und ohne die Unterstützung eines Beatmungsgeräts zu atmen.
 

Zweck des Weaning

Der Zweck des Weanings in der Beatmungstherapie besteht darin, den Patienten schrittweise von der Abhängigkeit von einem mechanischen Beatmungsgerät zu entwöhnen, sodass er wieder eigenständig atmen kann.

Dabei verfolgt das Weaning mehrere Ziele:



1. Wiederherstellung der Selbstständigen Atmung:

Der Hauptzweck ist, den Patienten in die Lage zu versetzen, ohne maschinelle Unterstützung zu atmen. Das Weaning hilft dem Körper, sich wieder an die eigenständige Atmung zu gewöhnen.

2. Vermeidung von Langzeitkomplikationen:

Eine langfristige maschinelle Beatmung kann zu Komplikationen wie Muskelschwäche (insbesondere der Atemmuskulatur), Infektionen oder Lungenschäden führen. Durch den Weaning-Prozess wird das Risiko solcher Komplikationen reduziert.

3. Optimierung der Atemmuskulatur:

Während des Weaning-Prozesses werden die Atemmuskeln des Patienten schrittweise trainiert, um die Atmungsarbeit wieder vollständig übernehmen zu können.

4. Verringerung von Stress für den Patienten:

Eine zu lange Beatmungsdauer kann Stress und Angst beim Patienten auslösen. Das Weaning hilft, den Patienten behutsam von der Maschine zu entwöhnen, um diese Belastungen zu minimieren.

5. Effiziente Nutzung von Ressourcen:

Durch erfolgreiches Weaning kann der Patient das Beatmungsgerät verlassen, was sowohl für die Gesundheit des Patienten als auch für die effiziente Nutzung medizinischer Ressourcen wichtig ist.

 

Phasen des Weanings

Der Weaning-Prozess erfolgt normalerweise in mehreren Phasen:

 

1. Initiale Entwöhnung: Die Unterstützung durch das Beatmungsgerät wird langsam reduziert, um die Atemmuskulatur des Patienten zu trainieren.

 

2. Spontanatmungsversuche (Spontaneous Breathing Trials, SBT): In dieser Phase wird überprüft, ob der Patient selbstständig atmen kann, indem für eine bestimmte Zeit die mechanische Unterstützung minimal gehalten wird.

 

3. Abschließende Extubation: Wenn der Patient in der Lage ist, über einen bestimmten Zeitraum hinweg stabil und ohne Hilfe zu atmen, wird der Beatmungsschlauch entfernt.Weaning ist ein kritischer Prozess, da zu schnelles oder zu langsames Vorgehen Komplikationen verursachen kann. Es wird sorgfältig überwacht, um sicherzustellen, dass der Patient die Atemarbeit selbst übernehmen kann, ohne dabei in Atemnot zu geraten.

 

Weaning in der Beatmungstherapie ist ein komplexer medizinischer Prozess, der auf einer fundierten Basis von Wissen über die Physiologie der Atmung, die Funktionsweise von Beatmungsgeräten und die spezifischen Bedürfnisse von Patienten beruht. Hier ist wichtiges Hintergrundwissen, das die Mechanismen und Bedeutung des Weanings erklärt:
 


Kriterien für Weaning-Fähigkeit


Patienten sind nicht immer bereit für das Weaning, sondern müssen bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllen:


  - Stabile Kreislauffunktion: Ein stabiler Blutdruck und eine gute Sauerstoffversorgung sind notwendig.


  - Korrekte Lungenfunktion: Die Lungen müssen in der Lage sein, ausreichend Sauerstoff aufzunehmen und Kohlendioxid abzugeben, ohne übermäßig gestützt zu werden.


  - Stabile Atemparameter: Bestimmte Parameter wie Atemfrequenz, Tidalvolumen (Atemvolumen) und der Sauerstoffgehalt im Blut müssen innerhalb akzeptabler Bereiche liegen.



Beatmungsformen und ihre Rolle beim Weaning


Es gibt verschiedene Arten der mechanischen Beatmung, die beim Weaning eine Rolle spielen:


- Kontrollierte Beatmung: Das Gerät übernimmt die Atemarbeit komplett.
- Assistierte Beatmung: Das Gerät unterstützt den Atemprozess, während der Patient teilweise mitatmet.
- Spontanatmungstrials (SBTs): Dies sind Phasen, in denen die Beatmung auf ein Minimum reduziert wird, um zu testen, ob der Patient eigenständig atmen kann. Das Weaning wird oft auf Grundlage solcher Tests angepasst.

Risiken einer verlängerten Beatmung


- Atemmuskelschwäche: Längerfristige Beatmung kann die Atemmuskulatur schwächen, da das Gerät die Atemarbeit übernimmt.


- Infektionsgefahr: Ein Beatmungsschlauch im Hals (Endotrachealtubus) erhöht das Risiko für Infektionen, wie z.B. eine Lungenentzündung.


- Abhängigkeit: Manche Patienten entwickeln eine physische und psychologische Abhängigkeit von der Beatmung, was das Weaning schwieriger macht.


Erfolgsfaktoren für das Weaning


Gute Vorbereitung: Ein erfolgreicher Weaning-Prozess hängt von einer umfassenden medizinischen Beurteilung ab.


Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Ärzte, Atemtherapeuten, Krankenschwestern und Physiotherapeuten arbeiten eng zusammen, um den Prozess zu unterstützen.


Rehabilitative Maßnahmen: Physiotherapie und Atemübungen können die Atemmuskulatur stärken und den Weaning-Erfolg fördern.

Das Weaning ist ein Balanceakt zwischen dem Wunsch, den Patienten schnell von der Beatmung zu entwöhnen, und der Notwendigkeit, sicherzustellen, dass der Patient in der Lage ist, eigenständig zu atmen, ohne Rückfälle zu erleiden.

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